Praktikum im RPM: Mia, Aenne und Jakob berichten

Das RPM bietet die Möglichkeit, im Rahmen eines Praktikums in die Museumsarbeit hineinzuschnuppern. Schüler*innen und Studierende können ihre Pflichtpraktika in der Museumspädagogik durchführen, zusätzlich bieten wir für Studierende in der Restaurierung Praktikumsplätze an.  

Lesen Sie hier drei Erfahrungsberichte von Mia, Aenne und Jakob, die uns im Rahmen ihres Schulpraktikums in der Museumspädagogik unterstützt haben.

Mia, 17 Jahre:

„Ich heiße Mia und gehe auf das Erich Kästner Gymnasium in Laatzen. In der Zeit vom 12.01.- 23.01.2026 durfte ich mein zweiwöchiges Schülerpraktikum im RPM absolvieren. Ich habe mich für dieses Praktikum entschieden, um vor allem die Arbeit der Museumspädagogik kennenzulernen und ein paar Einblicke hinter die Kulissen der Ausstellungen zu bekommen.

Mein typischer Arbeitstag begann zwischen 9 Uhr und 10 Uhr mit der Vorbereitung u.a. eines Ägypten-Workshops. Ich durfte die Führungen für die Schulklassen begleiten und anschließend den Kreativteil des jeweiligen Workshops unterstützen. Dabei gefiel mir vor allen, dass ich mich mit meiner Erfahrung in der Kinderbetreuung einbringen konnte.

Ebenfalls habe ich einen Einblick in das Buchungssystem des Museums bekommen und durfte an verschiedenen Planungen für Angebote teilnehmen. Ich unterstütze die Mitarbeitenden des Wachdienst beim Kontrollrundgang und bekam zusätzlich viele Einblicke in die Räumlichkeiten des Hauses.

Neben diesen Tätigkeiten durfte ich in ein Seminar zur Provenienzforschung schnuppern, in welchem ich viel über die umfangreiche Recherche zur Herkunft verschiedener Objekte gelernt
habe. Durch Einführungen in die verschiedenen Ausstellungen erhielt ich umfassende Eindrücke in für Besucher*innen normalerweise nicht zugängliche Bereiche und lernte viel über die Konzipierungen und Hintergründe der Ausstellungen.

Die Teilnahme an internen Besprechungen ermöglichte mir, die Aufgabenfelder und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche im Museum besser kennenzulernen. Bei der Öffentlichkeitsarbeit lernte ich viel über Inklusion und half bei der Gestaltung verschiedener Plakatentwürfe.

Im Laufe des Praktikums erstellte ich ein Konzept für meine eigene kleine Mini-Führung, in der ich beliebige Objekte präsentieren durfte. Insgesamt habe ich zwei Wochen intensiv in die Arbeit eines Museums und insbesondere einer Museumspädagogin hineinschnuppern können und eine Menge neue Erfahrungen gesammelt. Ich wurde sehr nett und herzlich aufgenommen und fühlte mich alle Zeit gut betreut.
Für Interessierte an diesem pädagogischen Bereich und oder generell an der Arbeit in einem Museum kann ich das Praktikum sehr empfehlen.“

…toll, dass Du bei uns warst, liebe Mia! Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Aenne, 16 Jahre:

„Mein Name ist Aenne. Ich bin 16 Jahre alt, gehe auf die Michelsenschule und habe vom 8. April bis zum 21. April 2026 mein zweiwöchiges Pflichtpraktikum im RPM Museum Hildesheim gemacht. In diesen zwei Wochen habe ich viel über die Museumspädagogik und was hinter den Kulissen passiert erfahren können. Ich bin sehr dankbar und froh darüber, dass ich mich für dieses Museum beworben habe und eingearbeitet wurde.

An meinem ersten Tag wurde ich mit offenen Armen von jedem willkommen geheißen und konnte gleich in die Einblicke einsteigen. Mir wurden die Abläufe der Organisation von einer Führung erklärt und welche Gedanken dahinterstecken. Ich bin erstaunt, wie viel Mühe und Zeit hinter all diesen Führungen stecken und ich bin sehr dankbar, dass ich dies auch in meinem Praktikum erleben durfte. Techniken und Abläufe wurden mir durch die ausführlichen Erklärungen der Mitarbeiter*innen schnell klar und ich durfte sogar selbst an meiner eigenen Führung arbeiten!! Dies hat mir sehr viel Freude bereitet, aber auch Erkenntnisse gegeben, wie man sich an andere Altersgruppen anpasst, damit man die Zielgruppe angemessen ansprechen kann.

Des Weiteren war auch Brainstorming ein großer Faktor in der Museumspädagogik und der Vermittlung, wo ich meine Ideen einbringen konnte und diese auch gut aufgenommen wurden. Am Anfang meines Praktikums wurde mir ein kleines Projekt geteasert, welches ich in der ersten Woche anfangen durfte. Meine eigene kleine Führung war eine sehr gute Erfahrung und ein Ereignis, von dem ich viel für die Zukunft mitnehmen werde. Nach der Fertigstellung des Konzeptes kam es zur wirklichen Durchführung. Diese verlief sehr gut und es war ein schönes Ende der Praktikumszeit.

Zudem durfte ich einen Einblick in den Besucherservice werfen, welcher auch sehr interessant war und mir geholfen hat zu verstehen, wie man mit Besucher*innen umgeht und wie die generellen Regelungen im Besucherservice sind.

Ich möchte mich am meisten bei meiner Praktikumsbetreuerin Josefine Neidhardt bedanken, welche sich sehr viel Mühe für meinen Praktikumsbesuch gegeben hat. Ich konnte durch sie jeden Tag glücklich nach Hause gehen, da ich einen strukturierten Plan für mein Praktikumsaufenthalt bekommen habe und ganz genau wusste, was mich am nächsten Tag erwartet und worauf ich mich vielleicht vorbereiten konnte! Zudem wurde ich jeden Tag nett empfangen und an die Hand genommen, wenn mir etwas unklar war. Da ich mich schon lange für Geschichte interessiere, konnte ich mein Wissen auch erweitern. Denn ich konnte weitere Einblicke in die Themen Ägypten, Hildesheim im Zweiten Weltkrieg und die Stadtgeschichte von Hildesheim erlangen.

Insgesamt war dieses Praktikum alles, was ich mir erwünscht habe. Sympathische und offene Kollegen*innen, ausführliche Einarbeitung und Einblicke in ganz verschiedene Bereiche des Museums und eine selbstständige Arbeitsphase. Ich danke allen Mitarbeitenden des RPM für das tolle Praktikum!“

…und wir danken Dir, liebe Aenne, für Deine großartige Unterstützung!

Jakob, 15 Jahre:

„Ich heiße Jakob und gehe auf die Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim. In der Zeit vom 23. Februar bis zum 13. März 2026 durfte ich mein dreiwöchiges Schülerpraktikum im RPM absolvieren. Meine Entscheidung für diesen Praktikumsplatz fiel, weil ich mich für die Hildesheimer Stadtgeschichte interessiere. Vor allem wollte ich mehr über die Geschichte der Hildesheimer Dammstadt erfahren. Außerdem fasziniert mich Ägypten und so wollte ich die neue Dauerausstellung dazu hier im Museum kennenlernen.

Mein Arbeitstag begann in der Regel zwischen 9:30 Uhr und 10 Uhr. Als erstes haben Frau Bölke und ich immer den Tagesablauf besprochen. Je nach Tagesterminen standen Führungen, Workshops oder auch allgemeine Besprechungen auf dem Plan. Ich habe an allen Arbeitsterminen teilgenommen. Außerdem habe ich mit Frau Bölke gleich in der ersten Praktikumswoche mein Praktikumsprojekt festgelegt. Mein Wunsch war es, mehr über die Geschichte der Dammstraße zu erfahren. Nach mehreren Überlegungen, was ich sonst noch als Projekt durchführen könnte, zum Beispiel etwas zum Thema Klimaproblematik, habe ich doch das Thema Dammstadt gewählt.

Um das Projekt zu strukturieren, habe ich mit Frau Bölke viele Fragen rund um das Thema aufgeschrieben. Um die Antworten zu finden, musste ich recherchieren. Als erstes habe ich dazu in Büchern gelesen. Außerdem konnte ich im Internet recherchieren und alle für mich wichtigen Daten und Fakten herausschreiben. Diese Arbeit habe ich immer gemacht, wenn ich Zeit hatte. Sie hat sich über die ganzen drei Wochen hingezogen. Zusätzlich habe ich mit Frau Bölke Bilder aus dem Bildarchiv des RPM herausgesucht, die für mein Thema wichtig waren. Anschließend habe ich alles für ein Plakat zusammengestellt. Dabei konnte ich lernen, wie man ein Themenblatt grafisch gestaltet. Am Schluss wurde das Blatt laminiert.

Während des Praktikums habe ich bei vielen Workshops mitgeholfen und konnte die Museumspädagoginnen beobachten, wie sie mit den Klassen gearbeitet haben. Bei einem Hieroglyphenworkshop habe ich sogar Zitate zum Beruf des Schreibers verlesen, das war ganz schön aufregend.

Toll war es in den drei Wochen zu erfahren, wie so ein Museum tickt. Ich habe viel hinter die Kulissen schauen können und weiß jetzt, wieviel Arbeit hinter den Vorbereitungen zu Ausstellungen oder museumspädagogischen Programmen steckt. Mir hat das Praktikum sehr gut gefallen. Alle waren sehr nett zu mir und es hat sehr viel Spaß gemacht, ein Teil des großen Teams zu sein.“

… es war klasse, Dich im Team zu haben, lieber Jakob – danke für Deine Unterstützung!

Informationen

Für das zweite Halbjahr sind in der Museumspädagogik noch Praktikumsplätze frei!

Die Mindestdauer für ein Praktikum im RPM beträgt zwei Wochen. Bitte reichen Sie folgende Unterlagen mit einem Vorlauf von mindestens zwei Monaten bei uns ein: Motivationsschreiben, Lebenslauf, gewünschter Zeitraum des Praktikums, Dokument der Schule / Hochschule über Umfang des Praktikums.

Rückfragen und Bewerbungen für einen Praktikumsplatz nehmen wir gerne unter vermittlung@rpmuseum.de entgegen.